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„Es ist was es ist und es ist gut, so wie es ist.“

 

 

„Es ist was es ist und es ist gut, so wie es ist.“

 

Wer letzte Woche bei einer meiner Yoga Klassen dabei war, wird diesen Satz schon gehört haben. Es ist, als wäre er mein Wochenmantra gewesen. Während dem Unterrichten einer Einheit ist es einfach so herausgekommen. Ich habe davon gesprochen, die eigenen Gedanken, den körperlichen Zustand, das Leben nicht zu verurteilen, sondern einfach nur zu fühlen und dann war der Satz schon gesagt.

Wie oft versuchen wir Worte, Beschreibungen, Schubladen oder Muster für etwas zu finden? Meiner Meinung nach, viel zu oft. Was aber haben all diese Dinge gemeinsam? Sie sind Erfindungen. Man made. Wenn wir auf die Welt kommen, können wir nicht sprechen, wir wissen nicht, wie man etwas beschreibt oder Muster findet. Was wir jedoch können, ist fühlen. Gefühle sind angeboren, nicht erlernt oder antrainiert. Was dann passiert, ist, diese Gefühle in Worte fassen zu wollen, um sich verständlich zu machen. Sie zu beschreiben, in eine Schublade zu stecken und Muster in ihrem Auftreten zu finden. Wie wäre es aber mal damit, einfach nur zu fühlen? Zu spüren, wie sich die eigenen Gedanken anfühlen. Wie sich der eigene Körper anfühlt. Manchmal muss man sich nicht verständlich machen, sondern sich nur selbst verstehen. Worte können Gefühle nicht beschreiben. Frägt man fünf verschiedene Leute, das Gefühl „Liebe“ zu beschreiben und wird man fünf vollkommen verschiedene Definitionen bekommen. Das gleiche gilt für alle andere Emotionen auch. Worte können die feinen, entscheidenden Nuancen nicht beschreiben. Gefühle sind nicht zum Anfassen, sondern zum Spüren gedacht.

Wenn wir die Gefühle, die wir spüren, jedoch nicht mögen, verurteilen wir sie. Und uns gleich mit dazu. In meinem „Tech detox“-Blogpost habe ich das bereits kurz angeschnitten, aber ich habe für mich herausgefunden, dass der einzige Weg negative Emotionen zu verarbeiten ist, sie vollkommen zu fühlen. Nicht darin versinken, aber sie zulassen. The only way out is through.

Mensch-sein bedeutet nun mal ein auf und ab der Gefühle. Eine Achterbahn der Emotionen. Sonst wäre es doch auch langweilig. Wer will schon ein monotones Leben? Ich bin bekannt dafür, sehr hohe Höhen und sehr tiefe Tiefen zu erleben und es ist etwas, wofür ich sehr dankbar bin. Man muss das Leben spüren, um es zu leben. Alles gehört dazu. Genau so, soll es sein.

 

„Es ist was es ist und es ist gut, so wie es ist.“

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