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Danksagung

Letzte Woche habe ich euch davon erzählt, dass ich meine Bachelorarbeit geschrieben habe und wie es mir davor/dabei ergangen ist. Beim Fertigstellen habe ich mit dem Gedanken gespielt, eine Danksagung mit in meine Arbeit einzubauen, mich aber dann dagegen entschieden, da ich nicht gefunden habe, dass die Art von Danke-sagen, die ich gerne machen würde, so gut in den wissenschaftlichen Schreibstil passt. Deshalb habe ich mir gedacht, wenn nicht am Blog veröffentlichen, wo dann? Überhaupt habe ich überlegt, daraus eine ganze Reihe an Danksagungen zu machen. An alles und jeden. Ich finde es gehört sowieso viel öfter einmal „Danke“ gesagt.
Hier die Danksagung, die in meine Bachelorarbeit hineingehört hätte.
„Zuerst mal Danke an meine Eltern, wenn ihr euch damals nicht so liebgehabt hättet, dann wäre dieser ganze Spaß hier sowieso hinfällig. Danke an alle Lehrer, die ich in meiner schulischen Laufbahn genießen durfte, an die die ich mochte und nicht mochte, an die von denen ich viel und die, von denen ich wenig gelernt habe. Vor allem aber an die, die ich am wenigsten mochte, aber von denen ich am meisten gelernt habe. Danke an das Timing, dass dazu geführt hat, dass ich den Sommer vor meinem Studienbeginn in Amerika war und deshalb Kommunikationswissenschaft und nicht Psychologie studiert habe. An dieser Stelle auch Danke an meine Familie, dafür, dass ich immer frei entscheiden konnte, was ich machen möchte. Danke an meine Ungeduld, die mich Dinge entweder ganz oder gar nicht und entweder sofort oder nie erledigen lässt, durch sie habe eine sehr effiziente Lernstrategie entwickelt. Danke an die Phase, in der ich mich und die Welt gar nicht gemocht habe und durch die ich die ersten zwei Semester meines Studiums extrem schnell und ohne viel nach links oder rechts schauen durchgezogen habe. Auch bei der netten Idee der Gruppenarbeiten muss ich mich bedanken, durch die ich gelernt habe, dass man Dinge am besten selbst erledigt. Danke an die Professoren, die wissen, dass der Unialltag und das wissenschaftliche Forschen nur ein ganz klitzekleiner, manchmal gar nicht so wichtiger Teil des Lebens sind. Danke an meinen Computer, der unzählige, hin und wieder nicht sehr sanfte, Tastenschläge mitgemacht hat und wahrscheinlich eine Geschichte über fettige Haaren in messy buns und bröselige Chips-Finger erzählen könnte. Danke an die Menschen in meinem Leben, denen ein akademischer Grad äußerst wichtig ist und denen, die finden es sei nicht notwendig – die Mischung machts, das habe ich durch euch gelernt. Ganz besonders bedanken muss ich mich bei meinem Gehirn, auf das ich mich jeden Tag aufs Neue verlassen kann, was wirklich nicht selbstverständlich ist (besonders wenn man bedenkt, wie viele Leute ihres so ganz und gar nicht benutzen). Nun aber in all seriousness: Danke an das Universum, auch wenn ich noch absolut keine Ahnung habe, was ich mit diesem Bachelortitel jetzt anfangen soll, es wird sich zeigen. Danke.“

Wem hast du heute schon Danke gesagt?
Schnell, geh und tu’s!
Pari

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